neues probenkonzept | „wer rastet der rostet“

… unter diesem Motto haben wir im Rahmen der Ausschusssitzung am 05.08.20 beschlossen, schrittweise – noch gegängelt durch die Einschränkungen, die Corona mit sich bringt – zu unserem „musikalischen Alltag“ zurückkehren. Vielen von uns fehlt die Musik, das wöchentliche Proben und natürlich auch die Auftritte und Konzerte.

 

Von letzteren mussten in 2020 coronabedingt leider bereits zwei abgesagt werden. Und um ehrlich zu sein, wird sich die Situation in Bezug auf öffentliche Konzerte auch in nächster Zukunft nicht ändern. Die Vorstandschaft hat sich dazu entschlossen auch das Herbstkonzert im Oktober abzusagen, da die zahlreichen zu erfüllenden Auflagen eine Veranstaltung in der gewohnten Größenordnung zu einem organisatorisch und finanziell nicht tragbaren Akt für den Verein werden lassen.

 

Nichts desto trotz geht es den meisten Spielern unseres Orchesters ja in erster Linie darum gemeinsam Musik machen zu können. Darum haben wir uns entschlossen – auch ohne konkrete Aussicht auf zeitnahe Auftritte und Konzerte – ein neues Probenkonzept auszuarbeiten. Im Folgenden die wesentlichen Eckpunkte:

 

  • Proben finden in gewohnter Weise immer montags von 20 – 22 Uhr statt.

Der Termin hat sich etabliert und dürfte daher den meisten eine Teilnahme möglich machen. Auch ist es u.E. wichtig einen regelmäßigen Termin festzulegen und nicht von Woche zu Woche individuell neu zu planen

 

  • Probenbeginn ist der 07.09.2020

Auch dieser Zeitpunkt hat sich über die letzten Jahren als Auftakttermin nach der Sommerpause etabliert. Daran wollen wir festhalten um schrittweise in Richtung „Normalbetrieb“ zurückzukehren.

 

  • Probenort ist unser Probenraum.

Diskutiert wurde auch das Abhalten von Proben im Freien (solange es die Jahreszeit zulässt), da sich dort Abstandsregeln einfacher einhalten lassen. Aufgrund unvorhersehbarer Witterungsverhältnisse wurde dieser Gedanke aber verworfen. Uns ist es wichtiger eine Terminregelmäßigkeit in das neue Probenkonzept zu bringen.

 

  • Die maximale Teilnehmerzahl für einen Probentermin beschränkt sich in unseren Räumlichkeiten auf 10 Personen!

Das bedeutet, dass derzeit keine Proben des gesamten Orchesters möglich sind. Daher werden wir unter wöchentlich alternierender Besetzung die Proben ensemblemäßig abhalten. Zunächst war der Gedanke stimmenweise zu Proben, aber m.E. hat das für den einzelnen Spieler aufgrund der Eintönigkeit wenig Attraktivität und führt in Folge rel. schnell zu schwindenden Teilnehmerzahlen.

Der Plan ist also als Ensemble zu proben, in dem jede Stimme mindestens mit 1, maximal mit 2 Spielern besetzt ist.

Ein Spieler (, der sich dazu berufen fühlt,) übernimmt die Ensembleleitung. Alternative wäre ein Miniorchester unter selbiger Besetzung mit Burkhardt als Dirigent.

Letztendlich liegt diese Entscheidung bei Burkhardt ob er a) bereit ist den Weg wöchentlich wieder auf sich zu nehmen und falls ja ob er b) dirigieren möchte oder c) vielleicht lieber selbst mitspielen will.

 

Da nicht alle Orchestermitglieder an jedem Termin teilnehmen können, müssen wir uns entsprechend koordinieren, wer wann mitspielt. Dabei sollte es nicht so sein, dass sich fixe Teilnehmergruppen bilden und z.B. Gruppe A immer im 14-tägigen Wechsel mit Gruppe B probt, sondern die Teilnehmer innerhalb der Gruppen durchwechseln. Damit soll erreicht werden, dass insgesamt alle Spieler ihr Zusammenspiel im Hinblick auf das gesamte Orchester stärken können und nicht nur innerhalb einer Gruppe gut zusammenwirken.

 

Es wird monatlich eine Teilnahmeabstimmung stattfinden, sprich jeder trägt in einer Liste ein zu welchen der nächsten 4-5 Termine er/sie mitspielen kann/möchte.

Die Abstimmungsergebnisse sollten letztendlich an einer zentralen Stelle zusammenlaufen um Abstimmungskonflikte zu vermeiden. Die Terminanmeldung wird daher auf folgendem Wege stattfinden:

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Onlineabstimmung via Doodle:

Die Anmeldung für September ist abgeschlossen. Die Einteilung findet ihr HIER.


 

Wer dazu selbst keine Möglichkeit hat kann einem Spielerkollegen Bescheid geben, dass dieser für ihn die Anmeldung in Doodle vornimmt.

 

Die Anmeldung sollte weitgehend realistisch, sprich verlässlich, sein um einerseits zu spärlich besetzte Termine ggf. komplett absagen oder bei Überbesetzung einzelnen Teilnehmern absagen zu können. 

 

Auf diese Weise haben wir immer einen Überblick wer wann teilnimmt, was wir letztendlich auch in Bezug auf die Coronavorschriften dokumentieren und bei Nachfrage nachweisen müssen.

 

Wenn es die Anmeldezahlen zulassen kann sich ein Spieler natürlich auch kurzfristig nachmelden oder evtl. sogar jede Woche an der Probe teilnehmen.

 

Keiner ist zu einer Teilnahme an den Proben verpflichtet. Wenn jemand während der Coronakrise lieber aussetzen und erst wieder einsteigen möchte sobald sich die Situation bessert, kann er das natürlich gerne machen.

Umgekehrt sollte niemand gekränkt sein, wenn er unangemeldet zu einer Probe erscheint oder aufgrund zu später Anmeldung dann wegen ausgeschöpfter Maximalteilnehmerzahl nicht an einer Probe teilnehmen kann. Wir müssen sicherstellen, die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen, da uns ansonsten Strafen drohen, die sich der Verein finanziell nicht leisten kann.

 

  • Repertoire & Besetzung

In erster Linie hat Burkhardt hier die Oberhand, falls er ab September wieder mit dabei ist.

Aufgrund der beschränkten Besetzung können wir vermutlich nicht uneingeschränkt unser gewohntes Orchesterrepertoire abarbeiten. Je nachdem ob wir uns als Ensemble oder Miniorchester mit Burkhardt als Dirigent arrangieren, wird es eine entsprechende Stückauswahl geben. Da aktuell keine Konzerte anstehen, wird dabei der Spaßfaktor eine größere Rolle spielen, was aber nicht heißt, dass das Niveau auf primitive Unterhaltungsstücke fallen wird, sondern dass wir weiterhin auf anspruchsvolle Noten mit „Unterhaltungsfaktor“ für den Spieler zurückgreifen: Musicals, Filmmusik, vielleicht auch mal was moderneres a la Motion Trio, Klaus Paier, …

Ziel sollte sein das spielerische Niveau zu halten und vielleicht kann der ein oder andere sogar seine Fähigkeiten in einer kleineren Besetzung besser ausbauen als im großen Orchester.

 

Auf den Einsatz von Elektronien und Schlagwerk würden wir in dem Zuge zunächst verzichten und nur mit akustischen Akkordeons + Bassakkordeon spielen. Falls letzteres nicht regelmäßig besetzt werden kann, könnte man optional auch über eine Besetzung der Bassstimme mit MIII nachdenken. Unsere Elektronium-/Bass-Spielerinnen sind deswegen selbstverständlich nicht arbeitslos und dürfen ihr Akkordeon mal wieder auspacken!

 

  • Jugend

Die Orchesterjugend ist ja aktuell in Personenzahlen sehr überschaubar (Cora, Chiara). Das zeigte sich auch darin, dass zum letzten Konzert die Jugend weniger als Schülerorchester sondern mit Unterstützung letztes Jahr bereits als Ensemble accordion6 auftrat. Insofern werden wir unseren jungen Spielern die Möglichkeit geben zusammen mit uns an den wöchentlichen Ensembleproben teilzunehmen und sie voll in die Gruppe der Erwachsenen zu integrieren. Auch vom spielerischen Niveau her sollte dies mittlerweile durchaus realistisch sein. Ob es sich für die Jugend zeitlich (Montag Abend) arrangieren bzw. mit der Schule vereinbaren lässt, ist eine andere Frage, die sie selbst beantworten muss.

 

  • Hygienevorschriften

Wir werden alle vorgeschriebenen Hygienevorschriften erfüllen. Im Probenraum wird entsprechend Desinfektionsmittel und ein Aushang zu den Coronamaßnahmen aufgestellt. Letztere sind von jedem Probenteilnehmer zu befolgen.

 

Wir hoffen, dass euch aufgrund Corona nicht die Lust am Musizieren vergangen ist und dass von euer Seite aus ausreichend Interesse besteht, den Probenbetrieb in der beschriebenen Art und Weise wieder aufzunehmen. Wir freuen uns auf euer Feedback.